| Bild/Grafik: Bauen und Sanieren
| Energiemanagement im Landkreis Kassel - EU-Projekt zur Energieeinsparung durch Verbrauchserfassung und Schulungen (2005)
| Bild/Grafik: Bioenergie - HHS-Feuerungsanlage für kommunale Liegenschaften
| Bild/Grafik: Solarenergie - 13 Photovoltaikanlagen auf kreiseigenen Gebäuden

Erneuerbare Energien im Landkreis Kassel sichtbar gemacht

mit freundlicher Unterstützung von repowermap.org

STROM VOM DACH RECHNET SICH; SOLAR-KATASTER HESSEN FREIGESCHALTET

Jedes der fünf Millionen hessischen Dächer und jede Freifläche lässt sich ab sofort online auf die Eignung für eine Solaranlage prüfen. Das von Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir am Donnerstag freigeschaltete Solar-Kataster Hessen berücksichtigt nicht nur physikalische Größen wie Neigungswinkel und Verschattung, sondern kalkuliert auch gleich die Wirtschaftlichkeit einer Anlage für unterschiedlichste Verbrauchsprofile und technische Varianten, etwa der Kombination einer Solar-Anlage mit einem Stromspeicher oder einem Elektrofahrzeug.

„Das Solar-Kataster gibt dem Bürger präzise Informationen, ermutigt zu Investitionen und unterstützt die Energieversorger bei der Planung“, sagte der Minister. „Es funktioniert auf Smartphones ebenso wie auf PCs, für Photovoltaik-Anlagen ebenso wie für Solarthermie, für Teilflächen ebenso wie für ganze Dächer und große Freiareale. In dieser Detailschärfe und mit diesen Funktionen gibt es das in keinem anderen Flächenbundesland.“

Solaranlagen liefern in Hessen bisher 4,5 Prozent des Nettostrombedarfs. Das Potenzial wird damit aber nur zu einem kleinen Teil genutzt. Allerdings stockt der Ausbau, da die Bundesregierung die Förderung über das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) drastisch reduziert hat.

„Diesen Trend möchten wir wieder umkehren. Deswegen bezieht das Solar-Kataster auch die Möglichkeit ein, den Strom selbst zu verbrauchen. Denn auch dann kann sich eine Solaranlage rechnen – nicht nur für private Haushalte, sondern auch für Unternehmen“, erläuterte Al-Wazir und verwies auf den Preisrückgang. Anfang der 90er Jahre kostete eine installierte Leistung von 1 kWp (Kilowatt peak) noch über 10.000 Euro, heute weniger als 1400 Euro. „Heutige Dachanlagen können Sonnenstrom schon für unter 11 Cent pro Kilowattstunde erzeugen. Zudem werden die Speichertechnologien immer besser. Dezentral erzeugter Strom sollte dezentral genutzt werden – das ist die Kernidee des Solar-Katasters Hessen.“

Die Daten stammen aus dem amtlichen Liegenschaftskataster mit seinen rund fünf Millionen Gebäuden, aus 5.600 digitalen Luftbildern und einem flächendeckenden hochauflösenden Laserscan Hessens aus dem Flugzeug mit mindestens vier Aufnahmepunkten pro Quadratmeter, erläuterte Dr. Hansgerd Terlinden, Präsident des Hessischen Landesamtes für Bodenmanagement und Geoinformation: „Für ein Flächenbundesland wie Hessen ist es wichtig, diese und weitere amtliche Geobasisdaten landesweit aktuell und qualitätsgesichert für eine Vielzahl von Anwendungen in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Das Solar-Kataster Hessen ist hierfür ein sehr gutes und bürgerfreundliches Beispiel.“

„Die Eignung jeder Teilfläche eines Daches und die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage werden individuell für jedes Gebäude und jedes Grundstück berechnet. Die Anwendung ist direkt über den Internet-Browser auch auf mobilen Endgeräten nutzbar“, sagte Prof. Dr. Martina Klärle, Geschäftsführende Direktorin des Frankfurter Forschungsinstituts für Architektur – Bauingenieurwesen – Geomatik an der Frankfurt University of Applied Sciences und Leiterin des Projekts SUN-AREA, das das Kataster betreibt. „Über eine interaktive Karte kann jeder herausfinden, wo die am besten besonnten Flächen sind. Der Wirtschaftlichkeitsrechner errechnet für die jeweils ausgewählte Fläche, ab wann sich die Investition in eine Anlage lohnt und wie viel CO2 damit eingespart werden kann. Zielgruppe sind neben Bürgern und Hausbesitzern auch Kommunen und Energieversorger.“

www.solarkataster.hessen.de

Unser Angebot für einkommensschwache Haushalte (Wohngeld, Sozialhilfe, Alg II)

Link zum Projekt

Für alle Haushalte möchten wir auf ein Angebot der Verbraucherzentrale Hessen aufmerksam machen, das Sie hier einsehen können. Die kostenlose Stromsparberatung richtet sich an Mieter, private Hauseigentümer, Bauherren und Wohnungseigentümer.


Photovoltaik-Anlagen auf Schulen u. öffentl. Gebäuden (jetzt mit Link zum SunnyPortal)

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestaltet die Energieoffensive Wolfhagen den Wandel zu einer lokalen, Ressourcen schonenden und zukunftsfähigen Energieversorgung. Mit seiner konsequenten Bürgeraktivierung überzeugte das “Wolfhager Modell” die Juroren des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgelobten Wettbewerbs “Energieeffiziente Stadt”.

Im Rahmen des Modellvorhabens “Wolfhagen 100% EE – Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung für die Stadt Wolfhagen” haben sich die Iniatiatoren der Energieoffensive unter diesem gemeinsamen Dach zusammen gefunden.
Für Wolfhagen entwickeln sie zukunftsweisende Konzepte für den Einsatz Erneuerbarer Energien, setzen diese vor Ort um und bringen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern den damit verbundenen Bewusstseinswandel voran.

Lokale Anlaufstelle ist das im Kulturladen beheimatete und von ENERGIE 2000 e.V. personell betreute Projektbüro der Energieoffensive.

Hier geht´s zur Homepage der EnergieIOffensiveIWolfhagen


Wolfhagen: Gewinner des BMBF-Wettbewerbs „Energieeffiziente Stadt"

Wolfhagen ist zur Vorzeigestadt für erneuerbare Energien geworden und zieht Besuchergruppen aus aller Welt an. Denn hier wird seit 2015 mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, als die Stadt selbst verbraucht. Das Berufsschulzentrum mit dem lichtdurchlässigen Solardach ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In der „WandelBar“ können sich Bürger über Energieeffizienzmaßnahmen informieren. Im Rahmen des Projektes wurde 2015 eine Bürgerstiftung gegründet. Hier sind die Wolfhager Bürger gefragt: Sie sollen auch weiterhin mit ihren Ideen neue Maßnahmen mitgestalten.

Kurzvorstellung des Wolfhager Projektbeitrags im 100 Sekunden Video